keshmesh |
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Wie geht Weltmusik? Das vierte Album der Outlaws von der falschen Rheinseite, der Schäl Sick Kölns, zeigt es. Man nehme für die Gesangsstücke indigene Leute, die mit ihren Dialekten und Stimmfärbungen den Sound ihrer Heimat pflegen -- Köln, Pazardzik oder Anafi -- und Lust auf die Konfrontation mit anderen Schubladen praktizieren. Köln, Bulgarien, Griechenland, Kurdistan, Ägypten oder Algerien liefern Songmaterial. Riddims aus der Karibik, Bluesharps mit Mississippi-Touch, 9/8-Takt und Polkagedudel sowie Afrobeat bzw. Stampftanz steuern das instrumentelle Geschehen. Dann haben wir noch Dudelsack, Zurna-Geqäke, Bauchtanz, türkische 6/8 mit englischen Lyrics und ein Lied über Marie, die Verkäuferin am Zülpicher Platz, Kasse Zwei. So eine Combo wie die Schäl Sick Brass Band besingt den Schnaps dann auch mindestens in drei Sprachen, macht sich über Aids her mit einer schnellen Nummer namens "Rubber-Dub" und stellt ausgerechnet den Rausschmeißer gleich an die erste Stelle des grandiosen Albums: Marschmusik nämlich. Zur "Anfangsverwirrung des Publikums", wie der Kommentar im vorzüglichen und lustigen Textheft behauptet. (Uli Lemke, Blue Rhythm) |
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Horchposten Hosp
Liebe und Hass liegen nah beieinander. So kann es uns beim Musikhören
ergehen: Zunächst heißeste Begeisterung, die im nächsten
Augenblick in tiefste Ablehnung kippen kann. Kennen Sie das? Auch
umgekehrt vorstellbar. (Magazin, 09/2002 Heft 07)
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